Klinische körperliche Untersuchung – müssen wir Heilpraktiker das denn lernen? 2-tägiges Seminar
Die Amtsärzte verleihen den praktischen Prüfungen mehr und mehr an Gewicht. Dabei spielt eine Rolle, dass die Auswahl an schriftlichen und mündlichen Prüfungsfragen begrenzt und irgendwann erschöpft ist. Also verlagern sich die Überprüfungen in zunehmendem Maße auf den praktischen Teil. Alle Heilpraktiker-Anwärter sollten dies bei ihrer Prüfungsvorbereitung berücksichtigen.
Ich hatte das Glück, schon zu Beginn meiner Tätigkeit als Heilpraktikerin körperliche Untersuchungen üben zu können, und zwar gründlich. Mein damaliger Praxispartner – ein Schulmediziner – brachte mir bei, Patienten klinisch zu untersuchen. Das heißt: sie von Kopf bis Fuß einer orientierenden internistischen, orthopädischen und neurologischen Untersuchung zu unterziehen. Ich habe diese Untersuchungsmethoden im Laufe der Jahre verfeinert und auf mein spezielles Patientenklientel zugeschnitten. Der Kommentar fast aller Patienten am Schluß einer solchen Untersuchung: „So gründlich wie Sie hat mich noch niemand untersucht!“ In der Regel dauert diese Gründlichkeit rund eine halbe Stunde, versetzt mich in die Lage, klare Befunde zu erheben und eine Arbeitsdiagnose zu stellen. Dabei verlasse ich mich nicht auf Geräte, sondern auf das, was ich höre, sehe und beobachte, wahrnehme, taste und spüre. Und das kann jeder lernen.
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